Wichtige Hinweise

Bitte verlasst Euch nicht auf diese Liste!

  • Zur Richtigkeit

Die Einträge auf der Liste stammen hauptsächlich von anonymen Hinweisgebern und nur teilweise von den Kliniken selbst. Die Einträge werden nicht auf ihre Richtigkeit überprüft. Das gilt auch für die gemeldeten Klinikadressen. Sind Angaben falsch, teilt uns das bitte mit!

Ein Eintrag in dieser Liste heißt auch nicht, dass die Begleitung vor, während und nach der Geburt so abläuft wie es vor der Coronakrise üblich war! Es gelten sowohl Voraussetzungen für die Begleitperson als auch strenge Regeln zur Hygiene. Auch die Dauer der Begleitung wird stark reduziert (siehe unten).

Jede Klinik/Geburtshilfe entscheidet selbst, ob und unter welchen Bedingungen sie Begleitpersonen erlauben. Dies kann sich täglich ändern. Es findet keine regelmäßige Kontrolle der gelisteten Einträge statt. Sind Angaben falsch, teilt uns das bitte mit! Aus diesem Grund nehmen wir auch keine konkreten Voraussetzungen und Bedingungen in die Liste auf; diese können sich noch schneller ändern als die grundsätzliche Erlaubnis. Geht im Zweifel von den unten dargestellten Hygieneregeln als Worst-Case-Szenario aus und klärt die Details mit der gewählten Klinik.

Der Meldezeitpunkt ist in der Liste neben der Klinik vermerkt. Je mehr Zeit seit der Aufnahme auf die Liste abläuft desto höher ist das Risiko, dass die Klinik ihre Regeln inzwischen überarbeitet hat. Sind Angaben falsch, teilt uns das bitte mit!

  • Zur Vollständigkeit

Die Liste ist auch sicherlich nicht vollständig. Es gibt gewiss noch weitere Kliniken, die Begleitpersonen erlauben, die uns aber noch nicht bekannt sind. Fehlt eine Klinik, von der Ihr wisst, dass Begleitpersonen während der Geburt noch erlaubt sind? Dann meldet sie uns bitte!

  • Zur Verfügbarkeit

Und zuletzt: Wir sind selber nicht betroffen, sondern engagieren uns für Euch, weil uns das Thema sehr am Herzen liegt. Diese Seite entsteht ehrenamtlich, also nach unserer eigenen Arbeit, dem Windelwechseln bei Leander und zwischen den anderen Ehrenämtern. Ferner kostet sie auch Geld, dem keine Einkünfte gegenüber stehen, und das uns auch keiner sonst ersetzt. Daher könnte diese Seite leider jederzeit zum Erliegen kommen oder verschwinden.

Wir empfehlen daher dringend, mit der Klinik selbst rechtzeitig vor der Entbindung Kontakt aufzunehmen und die Fragen persönlich zu klären. Bitte verlasst Euch keinesfalls blind auf die Angaben auf dieser Liste.

Was bedeutet “Begleitperson erlaubt”?

Zunächst bedeutet es, dass die Klinik aufgrund einer Risikoabwägung und sachlichen Überprüfung zur Entscheidung gelangt ist, Begleitpersonen im Moment der Geburt zu erlauben. Über diese Entscheidung darf man sich derzeit freuen.

Wie läuft die Begleitung während der Geburt derzeit ab?

Jede Klinik/Geburtshilfe hat jeweils eigene Vorschriften. Wir beschreiben im Folgenden ein maximal-hygienisches Szenario, das uns teilweise begegnet. Manchmal sind die Regelungen aber auch weniger streng.

Lasst es Euch vor Ort genau erklären!

Grundsätzliches
  • Die Begleitperson muss alle Anweisungen des Klinikpersonals unbedingt befolgen.
  • Nur eine einzige Begleitperson wird zugelassen.
    Es kann nicht “ausgewechselt” werden.
  • Manche Kliniken lassen ausschließlich den Kindsvater als Begleitung zu!
  • Die Begleitperson muss unbedingt gesund (vor allem SARS-CoV-2 negativ) sein und darf keine Covid-19 Krankheitssymptome aufweisen. Außerdem darf in den 14 Tagen vor der Geburt kein Kontakt zu einer infizierten Person (einschließlich der Mutter, wenn diese infiziert ist!) bestanden haben und die Begleitperson darf sich in den letzten 14 Tagen vor der Entbindung nicht in einem Risikogebiet gemäß Robert-Koch-Institut befunden haben. Diese Angaben werden häufig mittels Fragebögen erhoben.
  • Die Begleitperson muss angemeldet sein. Sie muss Personalien und ihre Anschrift hinterlegen und wird ärztlich auf die Symptome von Covid-19 untersucht.
  • Ein Kaiserschnitt kann nicht begleitet werden, dies gilt insbesondere auch für Notkaiserschnitte, die sich aufgrund des Geburtsverlaufs ergeben. Die Begleitperson muss in diesem Fall die Klinik wieder verlassen.
Vor der Geburt

Die Begleitperson muss außerhalb der Klinik warten bis die Austreibungsphase der Geburt beginnt (annährend oder vollständige Öffnung des Muttermundes).

Während der Geburt
  • In diesem Moment kann die Begleitperson hinzugeholt werden. Sie wird auf dem kürzesten Weg in den Kreißsaal von Personal begleitet.
  • Es erfolgt die hygienische Händedesinfektion und es werden Schutzkittel, Handschuhe und Mundschutz angelegt.
  • Die Begleitperson muss einen Mindestabstand von 1,5m bis 2m zu allem Klinikpersonal einhalten.
  • Die Begleitperson darf den Kreißsaal nicht mehr verlassen bis die Geburt vollendet ist.
Nach der Geburt
  • Nach der Geburt wird der Begleitperson regelmäßig erlaubt, 1-2 Stunden im Kreißsaal zu bleiben. Mit Verlegung auf die Wöchnerinnenstation muss die Begleitperson die Klinik wieder verlassen und wird von Personal auf dem kürzesten Weg hinausbegleitet.
  • Familienzimmer können nicht bezogen werden.
  • Ein Besuch während des Wochenbetts ist nicht erlaubt.

Vielleicht an ein Backup denken

Sollte Eure erste Wahl ggf. Symptome zeigen oder die vorstehenden Bedingungen nicht erfüllen, so macht Euch ggf. über einen Ausweichplan Gedanken. Es wäre schade, wenn eine Begleitperson zwar grundsätzlich erlaubt wird, Eure einzige Wahl dann aber doch nicht zugelassen wird.

Warum reagieren die Kliniken so?

Die Kliniken/Geburtshilfen müssen vielfältige Anforderungen zum Infektionsschutz, die Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern und übrigen Patienten in Einklang mit ihren personellen und sachlichen Ressourcen und den konkreten Patientenrechten bringen. Was bedeutet das genau? Wir können nur eine Reihe von Erwägungen aufzählen, die uns in den vergangenen Tagen von Seiten der Kliniken und der Presse geschildert wurden:

  • In vielen Bundesländern ist es so geregelt, dass SARS-CoV2-positiv getestete Personen oder Personen, die in den letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einer bestätigt infizierten Person hatten oder die sich in den letzten zwei Wochen in einem Risikogebiet gemäß Robert-Koch-Institut aufgehalten haben, Krankenhäuser und Altenheime nicht betreten dürfen. Dies gilt insbesondere, wenn sie selbst Krankheitssymptome von Covid-19 aufweisen.
  • Jeder Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Beschäftigten und muss entsprechend ein Infektionsrisiko gering halten.
  • Hat eine Geburtshilfe ohnehin schon eine dünne Personaldecke (zu wenig Kinderkrankenpfleger, zu wenig Hebammen oder zu wenig Kinderärzte), tendiert die Klinikleitung eher dazu ein generelles Besuchsverbot (auch im Zeitpunkt der Geburt) zu erlassen. Infiziertes Krankenhauspersonal fällt zwei Wochen aus. Ist kein Ersatz verfügbar, kann in dieser Zeit keine Geburt in dieser Klinik mehr erfolgen.
  • Häufig stehen auch für die Begleitperson erforderliche Schutzkittel und Gesichtsmasken nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung. Wenn die Klinik hier haushalten muss, führt dies auch zu einem generellen Besuchsverbot (auch im Zeitpunkt der Geburt).

Diese Abwägungen zu treffen ist keine leichte Aufgabe, gerade in einem so dynamischen Umfeld, auch da gerade personelle und sachliche Ressourcen sich jeden Tag ändern können.

Wir haben jedenfalls Verständnis, wenn eine Klinik/Geburtshilfe aus vorstehenden Erwägungen ein generelles Besuchsverbot (auch im Zeitpunkt der Geburt) aussprechen muss. Umso mehr freuen wir uns über Kliniken, die eine Begleitung während der Geburt noch erlauben.