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Täglich werden in Deutschland ca. 1.800 Kinder geboren.

Während “Corona” haben sich manche Geburtskliniken dazu entschlossen, Begleitpersonen den Zutritt zu verweigern. Teilweise ist es in ganzen Städten nicht möglich, als Begleitperson die Geburt zu begleiten.

Natürlich sind während der Epidemie Maßnahmen zum Infektionsschutz und zur Verbesserung der Hygiene wichtig und richtig. Hierbei darf jedoch nicht jegliches Augenmaß verloren gehen. Verständlich ist, dass Begleitpersonen vor und nach der Geburt keinen Aufenthalt im Krankenhaus und auf der Wochenbettstation haben sollen.

Aber genauso wenig, wie Personen in Altersheimen derzeit allein sterben sollten, sollten Kinder nicht ohne Vater zur Welt gebracht werden. Beides sind unwiederbringliche Momente, die nicht einem panischen Alles-Gleich-Muster zum Opfer fallen sollten.

Auch die WHO und die Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (Link) empfehlen eine weitere Teilnahme der Väter.

Letztlich erhöhen Begleitpersonen das Infektionsrisiko nur geringfügig. Entsprechend stehen aber Hygienemaßnahmen, Schutzkleidung und -masken zur Verfügung, um das Personal zu schützen. Denn auch die Mutter müsste trotz “Corona” nunmal entbunden werden. Dagegen überwiegen die Vorteile, wenn Begleitpersonen an der Geburt teilnehmen.

Die Unterstützung der Mutter während der Geburt ist wichtig. Der Begleitperson kommt während der Geburt eine tragende Rolle zu. Während aufgrund des Personalnotstands bei den Hebammen eine Rundum-Betreuung aller Gebärenden gar nicht möglich ist, steht die Begleitperson jederzeit zur Verfügung. Sie steht der Mutter mental und physisch in dieser Phase bei und unterstützt sie bei den Entscheidungen, die bei der Geburt getroffen werden müssen. Durch die Begleitperson fühlt sich die Mutter nie alleine, wenn die Hebamme sich um andere werdende Mütter kümmern muss.

Besonders für den anderen Elternteil darf die wichtige Zeit der ersten Bindung an das Neugeborene ebenfalls nicht unterschätzt werden. Je nach körperlicher Verfassung der Mutter kann diese erst vier Tage nach Entbindung das Krankenhaus verlassen. In dieser Zeit darf der andere Elternteil weder Mutter noch Kind im Krankenhaus besuchen. Durch die Anwesenheit bei der Geburt kann er wenigstens den ersten Moment nutzen, um eine Bindung zum Kleinkind aufzubauen.

Letztlich bewirkt das Verbot genau das Gegenteil. Derzeit staut sich bei einigen Paaren in der letzten Phase der Schwangerschaft zusätzlich enormer Stress auf, um verzweifelt noch eine Klinik zu finden, die eine gemeinsame Geburt zulässt. Hierfür werden auch lange Anfahrten und Mehrkosten in Kauf genommen.

Diese Webseite soll den Paaren, die sich von den Einzelentscheidungen der Kliniken nicht entmutigen lassen, eine Hilfestellung geben, auch während “Corona” noch eine gemeinsame Geburt zu erleben.

Wir wünschen allen werdenden Eltern von Herzen alles Gute.